Deutsche Rentenversicherung

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Unsere Patientinnen und Patienten möchten wir über die notwendige weitere Vorgehensweise informieren und auf bestimmte wichtige Punkte aufmerksam machen.

Sie bekommen von uns gezielte Informationen über verschiedene Krankheitsbilder.

Hüft-TEP

Im Rahmen eines Hüftgelenkersatz-Operation wird ein großer Teil der das Hüftgelenk umschließenden Hüftgelenkskapsel und ein kleiner Teil der das Hüftgelenk stabilisierende Muskulatur abgelöst. Daher ist insbesondere in den ersten drei Monaten nach der Operation die Gefahr einer sogenannten Hüftgelenksausrenkung (Luxation) bei bestimmten Bewegungen des Beines, wie tiefem Sitzen und Übereinanderschlagen der Beine gegeben. Des Weiteren ist durch die nach der Operation noch eingeschränkte Kraft in der Hüftgelenksmuskulatur häufig ein sogenannter „Watschelgang“ gegeben. Wichtig ist daher, dass in der Therapie insbesondere das Gangbild beübt wird und die Gefahr einer Hüftgelenksluxation vermieden wird.

„Ab wann kann ich…“

... wieder Fahrrad fahren ?

abhängig von der Beweglichkeit circa 12 Wochen nach der Operation, dabei sollte beachtet werden:

  • Tiefer Einstieg (Damenfahrrad)
  • Sattel so hoch, dass die Beugung der operierten Hüfte nicht größer als ein rechter Winkel (90°) ist
  • In einem niedrigen Gang fahren
  • Aufstieg über die gesunde Seite (wenn möglich)
  • Standergometertraining evtl. nach Freigabe des Arztes oder der Ärztin früher

 ... wieder Auto fahren?

spätestens 12 Wochen nach der Operation, sofern Sie ein Auto mit Schaltgetriebe haben. Bei betroffenem linken Bein und einem Auto mit Automatikschaltung früher.
Autofahren ist gestattet, wenn Sie ohne Gehhilfe stabil gehen können.

... die Beine übereinander schlagen?

6 Monate nach der Operation

... Schuhe/Strümpfe selbst anziehen?

Bis 12 Wochen nach der Operation. Achten Sie immer darauf, dass das Knie nicht nach innen oder außen fällt. Die Schuhe und Strümpfe sollten nur dann selbst angezogen werden, wenn die Beugung leicht fällt.

Verwenden Sie gegebenenfalls eine Strumpfanziehhilfe.

... richtig Treppe steigen?

Dies wird in der Reha intensiv mit Ihnen trainiert und nach Kontrolle durch die Therapeutinnen und Therapeuten frei gegeben, ansonsten nach Anweisung des Arztes oder der Ärztin.

... Traktor/LKW fahren?

12 Wochen nach der Operation

... Geschlechtsverkehr haben?

In Rückenlage und Seitenlage mindestens sechs Wochen nach der Operation, ansonsten mindestens 12 Wochen nach der Operation, generell sollte die Position ohne Schmerzen auszuführen sein.

... ohne Gehstützen gehen?

Nach Anweisung Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin und Kontrolle durch die Therapeutinnen und Therapeuten

... Schwimmen?

Schwimmen sofort mit Kraulschlag, nach drei Monaten mit Froschbewegungen beim Brustschwimmen

... Duschen und ins Wasser gehen?

Das Duschen ist nach Abschluss der Wundheilung ca. 10-12 Tage nach der Operation möglich. Dabei sollte die Wunde trocken und reizlos sein. Ca. 14 Tage nach der Operation kann auch an Wasseranwendungen teilgenommen werden, wenn die Wunde reizlos verheilt ist.

Halten Sie bei Unsicherheit Absprache mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin.

... auf der Seite schlafen?

Grundsätzlich ist die Rückenlage die sicherste Schlaflage. Wenn Ihnen Ihr Arzt nichts anderes gesagt hat, ist bei einer harten Matratze das Liegen auf der nicht operierten Seite mit einem Kissen zwischen den Beinen erlaubt. Dieses Kissen sollte Knie und Knöchel abstützen.

Knie-TEP

Bei einer Kniegelenksersatzoperation kommt es durch eine Störung des Lymphabflusses häufig noch, auch nach Wochen postoperativ, zu einer Schwellung und dadurch auch Schmerzen und Bewegungseinschränkung im operierten Kniegelenk. Das operierte Kniegelenk ist in der Regel sofort nach Operation voll belastbar. Ziel der Therapie ist, insbesondere eine Reduktion der Schwellung sowie eine Verbesserung der Beweglichkeit und eine Reduktion der Schmerzen. Dabei kann für eine sinnvolle Beübbarkeit des Gelenkes durchaus noch für längere Zeit die Einnahme von Schmerzmitteln notwendig sein.

„Ab wann kann ich…“

... wieder Fahrrad fahren?

abhängig von der Beugefähigkeit des Kniegelenkes ist das Trainieren auf einem Ergometer sofort möglich. Die Trainingsform ist allerdings Patientinnen und Patienten vorbehalten, welche schon sehr gut beweglich sind und keine so starke Schwellung haben.

... wieder Auto fahren?

da das Kniegelenk voll belastbar ist, spricht medizinisch gesehen nichts gegen das Autofahren. Allerdings ist auch hier der Faktor Beweglichkeit entscheidend. Das Knie sollte mindestens 90° gebeugt werden können und Sie sollten ohne Gehstützen mobil sein. Sie sollten sich auch eine Vollbremsung zutrauen.

... Schuhe und Strümpfe selbst anziehen?

Dies ist abhängig von der Beweglichkeit. Ggf. können Sie kurzfristig Strumpfanziehhilfen benutzen. Das Anziehen der Schuhe und Strümpfe wird mit den Therapeutinnen und Therapeuten geübt.

... richtig Treppe steigen?

Dies wird im Rahmen mit den Therapeutinnen und Therapeuten von Anfang an mit geübt, wobei die Belastbarkeit insgesamt schmerzabhängig ist.

... Geschlechtsverkehr haben?

Nach Abschluss der Wundheilung

... ohne Gehstützen gehen?

Die operierten Kniegelenke sind in der Regel direkt voll belastbar. Allerdings treten aufgrund der Schmerzen und der Schwellung noch Einschränkungen der Gehfähigkeit auf, so dass die Zuhilfenahme von Gehstützen durchaus noch sinnvoll erscheint, solange Schmerz und Schwellung erheblich vorhanden sind. Kurze Wege, z. B. innerhalb des Zimmers können aber schon relativ schnell, ohne Gehstütze zurück gelegt werden.

... Schwimmen?

Das Schwimmen mit Kraulschlag ist sofort möglich. Ein Schwimmen mit Froschbewegungen ist in den ersten drei Monaten nach der Operation generell nicht gestattet, auch danach ist diese Bewegung für das Kunstgelenk nicht optimal.

... wie kann ich schlafen?

Grundsätzlich können Sie die Schlafposition so wählen, wie sie für Sie selbst am angenehmsten ist. Manchmal ist die Zuhilfenahme eines Kissens zwischen den Beinen dabei ganz angenehm. Vermeiden sollten Sie eine häufige Bettung des Knies auf einem Kissen in gebeugter Kniestellung, da dies die vollständige Streckung des Kniegelenkes behindert.

... Duschen und ins Schwimmbad gehen?

Das Duschen ist nach Abschluss der Wundheilung ca. 10-12 Tage nach Operation möglich, dabei sollte die Wunde trocken und reizlos sein. Ca. 14 Tage nach Operation können Sie auch an Wasseranwendungen teilnehmen, wenn die Wunde reizlos verheilt ist.
Bei Unsicherheit Absprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.

Wirbelsäulenerkrankungen

Unterschieden werden konservativ behandelte und operativ behandelte Wirbelsäulenerkrankungen.

Wirbelsäulen-OP

Exemplarisch wird das Vorgehen bei einer Bandscheibenoperation besprochen. Bei komplexeren Wirbelsäulenoperationen wird die Vorgabe des Operateurs als Grundlage der weiteren Nachbehandlung genommen. Nach einer Bandscheibenoperation wird zunächst regelmäßig die Wunde kontrolliert, welche nach etwa 12 bis 14 Tagen abgeheilt ist. Nach ungefähr 14 Tagen beginnt ein vorsichtiges Bewegungsprogramm, welches sich an den noch vorhandenen Schmerzen und Begleiteinschränkungen, wie beispielsweise Restlähmung orientiert. Grundsätzlich wird in den ersten 6 Wochen nach einer Bandscheibenoperation im Lendenwirbelbereich eine wechselnde Körperhaltung empfohlen, also das Wechseln zwischen Gehen, Stehen und Liegen. Längeres Sitzen wird in den ersten 4 Wochen nicht empfohlen. Im Operationsbereich sollten in den ersten 4 Wochen nach der Operation keine lokalen Wärmeanwendungen oder Massagen erfolgen. Auch Elektrotherapie ist in den ersten 4 Wochen nach einer Operation im direkten Wundbereich nicht indiziert. Nach den Vorgaben des Operateurs wird nach Abschluss der Wundheilung ein aufbauendes Bewegungsprogramm eingeleitet mit allgemeinen Bewegungsübungen, Kraftausdauer und Krafttraining. Zu vermeiden sind dabei forcierte Rotationsbewegungen im Rumpf sowie belastete Bewegungen über den langen Hebel, insbesondere über den vorgeneigten Oberkörper.

Nicht-operativ (konservativ) behandelte Wirbelsäulenerkrankungen

Bei nicht-operativ behandelten Wirbelsäulenerkrankungen richtet sich das Therapieregime insbesondere nach den vorhandenen Schmerzen und ist auf eine Schmerzreduktion ausgerichtet. Dabei kommen im Wesentlichen multimodale Therapieoptionen zum Einsatz mit lokalen Wärmeanwendungen und eventuell Elektrotherapie sowie Physiotherapie, aber auch die Einleitung einer aktiven Therapie mit Kraftausdauertraining, Krafttraining und Koordinationstraining. Da Rückenbeschwerden auch häufig eine psychische Begleitkomponente haben, wird bei Bedarf zusätzlich ein Stressbewältigungs- oder Entspannungstraining durchgeführt sowie ein Umgang mit Schmerz erlernt. Dabei wird zwischen akutem Schmerz, welcher in der Regel ein Warnsignal darstellt und zu einer vorübergehenden Einschränkung von Aktivitäten führt, von einem chronischen Schmerz zu unterscheiden. Der chronische Schmerz ist in der Regel Ausdruck einer nicht mehr adäquaten Reaktion des Körpers auf vorhandene Reize, beispielsweise bei unkontrollierter Aktivierung des Schmerzgedächtnisses. Grundsätzlich ist es aber auch möglich, Schmerz „zu verlernen“. Ein weiterer wichtiger Faktor beim chronischen Rückenschmerz ist die soziale Komponente, da viele Menschen mit chronischen Rückenbeschwerden eine erhöhte Stressanfälligkeit haben oder eine Unzufriedenheit hinsichtlich ihres Arbeitsplatzes beklagen. Dies ist mit einem 4mal höheren Risiko für einen chronischen Rückenschmerz behaftet. Grundsätzlich ist daher beim chronischen Rückenschmerz sowohl die Therapie am Bewegungsapparat mit Muskelkräftigung, Flexibilitätstraining und Koordinationsschulung als auch eine psychische Stabilisierung und Schmerzverarbeitungstraining notwendig.

Fragen und Antworten:

Welche Therapien sind nach einer Bandscheibenoperation sinnvoll?

Nach Abschluss der Wundheilung beginnt ein allgemeines Bewegungsprogramm, was bei reizlos abgeheilten Wunden auch im Wasser stattfinden kann. Weiterhin erfolgen physiotherapeutische Einzelbehandlungen und ein Kraftaufbautraining. Dazu kann ergänzend auch ein Kraftausdauertraining, wie beispielsweise Walking oder Ergometertraining, durchgeführt werden, je nachdem ob noch neurologische Ausfälle vorhanden sind oder nicht.
Sollten noch Einschränkungen hinsichtlich der Gehfähigkeit vorliegen, ist dies zu berücksichtigen. In der Nähe der Operationswunde sollte in den ersten 4 Wochen nach der Operation keine Wärmeanwendung, Elektrotherapie oder Massage erfolgen.

Wann kann ich nach einer Bandscheinoperation wieder Auto fahren?

Kurze Autofahrten können 14 Tage nach einer Bandscheibenoperation bereits durchgeführt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, inwieweit das Sitzen noch unangenehm ist. Längeres Sitzen sollte erst nach ungefähr 5 bis 6 Wochen erfolgen. Dabei sind Stöße auf den Rücken zu vermeiden.

Wann kann ich nach einer Bandscheinoperation wieder Fahrrad fahren?

Analog zum Autofahren sollten in den ersten 5 bis 6 Wochen nach einer Bandscheibenoperation keine Stöße auf die Wirbelsäule erfolgen. Fahrradfahren im Outdoor-Bereich, gerade Mountainbiken oder Fahrten im unebenen Gelände, sollten in den ersten 2 Monaten nach einer Operation nicht durchgeführt werden. Ergometertraining ist bereits 2 bis 3 Wochen nach einer Operation durchaus möglich. Zusätzlich sollte das längere Sitzen noch nicht unangenehm sein.

Ab wann ist nach einer Bandscheinoperation Geschlechtsverkehr möglich?

Bis zum Abschluss der Wundheilung, also in den ersten 14 Tagen, sollte kein Geschlechtsverkehr durchgeführt werden. Danach ist dies positionsabhängig möglich. Die eingenommene Position sollte angenehm und nicht schmerzhaft sein. Dabei sind Positionen zu bevorzugen, welche nicht zu einer Verdrehung des Oberkörpers führen, also im wesentlichen Rücken- und Seitlagen oder der Vierfüßlerstand.

Wann kann ich nach einer Bandscheinoperation wieder arbeiten?

Die Arbeitsfähigkeit richtet sich insbesondere nach der Anforderung am Arbeitsplatz. Körperlich anstrengende Berufe sind erst nach einer längeren Rekonvaleszenz möglich. Insgesamt ist bei körperlich anstrengenderen Berufen etwa 3 Monate nach einer Operation eine Arbeitsfähigkeit erreicht.
Die Arbeitsfähigkeit hängt grundsätzlich von dem noch vorhandenen Restschmerz und eventuell noch vorhandenen weiteren Einschränkungen, wie beispielsweise Restlähmung ab.
Bei körperlich nicht so anstrengenden Berufen ist eine Wiederaufnahme der Tätigkeit durchaus früher denkbar. Ideal sind dabei wechselnde Körperhaltungen. Eine rein sitzende Tätigkeit ist in den ersten 3 Monaten nach einer Bandscheibenoperation eher ungünstig.

Welche Therapie ist bei nicht-operativ zu behandelnden Rückenschmerzen sinnvoll?

Das Ziel ist eine Verminderung des Schmerzes über lokale Therapien, auch mit Wärmeanwendungen und Elektrotherapie sowie manueller Therapie und Muskelaufbautraining. Grundsätzlich ist aber jede Art der Bewegungstherapie beim Rückenschmerz hilfreich und wird je nach Wirksamkeit dauerhaft empfohlen. Je nach psychischer Belastung empfehlen wir begleitend ein Entspannungs- und Schmerzverarbeitungstraining. Es kann im Verlauf sinnvoll sein, eine ambulante Psychotherapie durchzuführen, wenn die psychische Belastung insgesamt den Schmerz weiter triggert und auch für die Gesamtsymptomatik ursächlich ist.

Wann muss operiert werden?

Die Notwendigkeit einer Operation, beispielsweise bei einem Bandscheibenschaden, besteht nur bei einer akuten Lähmung, also bei einer plötzlichen Einschränkung der Bewegungsfähigkeit durch einen eingeklemmten Nerv oder bei plötzlicher Inkontinenz, in Form einer Blasen- oder Darmschwäche, welche durch einen Bandscheibenvorfall hervorgerufen wird. Ansonsten sollte ein Wirbelsäulenschmerz, selbst bei begleitender Sensibilitätsstörung, zunächst ohne Operation mittels den oben angegebenen Therapieoptionen behandelt werden. Erst wenn nach einer mehrwöchigen intensiven Therapie, eventuell auch mit Einbeziehung von lokalen Injektionen, kein Erfolg erzielt wird, wäre eine Operation eine Alternative.

Welcher Sport ist bei einer nicht-operativ behandelten Wirbelsäulenerkrankung sinnvoll?

Grundsätzlich ist jede Art von regelmäßiger Bewegung beim chronischen Rückenschmerz hilfreich und sinnvoll. Dabei ist die Evidenz für ein Muskelaufbautraining nur geringfügig besser als die Durchführung von anderen Bewegungsformen wie beispielsweise Walking, Schwimmen oder Gymnastik auf dem Boden. Die Regelmäßigkeit der Bewegung ist dabei entscheidender als die Art der Bewegung. Eine Bewegungshäufigkeit von zweimal in der Woche, mindestens jeweils 30 Minuten, ist dabei als unterste Grenze anzusehen.

Gibt es Einschränkungen aufgrund von Rückenbeschwerden bei der Arbeit?

Bei chronischen Rückenbeschwerden sollten schwere Hebetätigkeiten sowie überwiegende Rumpf-Zwangshaltungen, insbesondere Arbeiten mit verdrehtem Oberkörper vermieden werden. Des Weiteren werden Tätigkeiten in witterungsgeschützten Räumen empfohlen. Die Exposition von Kälte, Hitze und Nässe sind zu vermeiden. Es ist auf eine rückengerechte Hebetechnik beim Anheben von schweren Gewichten zu achten. Sie können auch Hilfsmittel benutzen.

Schultererkrankungen

Unterschieden wird zwischen operativ behandelten Schultererkrankungen, insbesondere mit Sehnennähten, und nicht-operativ behandelten Schulterbeschwerden.

Schulter-OP

Wird operativ eine Sehne genäht oder refixiert, so wird nach Vorgabe der Operateurin oder des Operateurs zunächst eine eingeschränkte Belastbarkeit vorliegen, welche sich nach der Größe des Defekts richtet. In der Regel wird in den ersten 6 bis 8 Wochen nach einer Sehnennaht eine eingeschränkte Belastung empfohlen mit überwiegend passiven Bewegungsübungen ohne Kraftanstrengung. Übungen gegen Widerstand, insbesondere Krafttraining, wird in der Regel nach etwa 10 bis 12 Wochen begonnen. Eine intensivere Behandlung, insbesondere im Sinne einer Reha-Maßnahme wäre daher erst dann sinnvoll, wenn die Schulter auch belastbar ist.
Erfolgt eine Erweiterung des Raumes unter dem Schulterdach (Acromioplastik) darf bereits kurzfristig nach der Operation mit Übungen und auch Krafttraining begonnen werden. Dies richtet sich nach dem Fortschritt der Wundheilung. Grundsätzlich wird nach einer Schulteroperation möglichst frühzeitig mit passiven Bewegungsübungen begonnen, um eine Einsteifung des Gelenkes zu vermeiden.

Nicht-operativ (konservativ) behandelte Schulterkrankungen

Das Vorgehen bei nicht-operativ behandelten Schultererkrankungen richtet sich im Wesentlichen nach dem Schmerz und der eingeschränkten Beweglichkeit. Da das Schultergelenk sehr häufig schmerzbedingt erheblich bewegungseingeschränkt ist, ist ein wesentliches Ziel, zunächst die Verbesserung der Beweglichkeit und die Kräftigung der schulterstabilisierenden Muskulatur. Häufig besteht eine Muskeldysbalance der umgebenden Muskulatur, so dass es oft zu einem Schulterhochstand kommt mit dadurch bedingter Reizung des Schleimbeutels unterhalb des Schulterdachs und auch der angrenzenden Sehne.

Fragen und Antworten:

Wann beginnt die Therapie nach der OP?

Möglichst frühzeitig nach einer Operation, auch mit Sehnennähten, wird eine passive Bewegungstherapie begonnen. Eventuell wird zunächst eine Schulterbewegungsschiene verordnet. Dabei kann es durchaus sinnvoll sein, noch über einen längeren Zeitraum Schmerzmittel einzunehmen, da die Schulter relativ schmerzempfindlich ist.

Wann beginnt das Kraft- oder Gerätetraining nach der OP?

Nach einer operativen Erweiterung des Raumes unter dem Schulterdach kann relativ frühzeitig nach etwa 1 bis 2 Wochen postoperativ mit einem Gerätetraining begonnen werden. Bei Zustand nach Sehnennähten obliegt dies der Einschätzung der Operateurin bzw. des Operateurs.
Hier kann durchaus noch ein Zeitraum von 10 bis 12 Wochen nach der Operation notwendig sein, bis mit Übungen gegen Widerstand begonnen werden kann. Auch eine mögliche Reha-Maßnahme wäre dann erst nach dieser Zeit sinnvoll.

Wann kann nach der OP ich wieder Auto fahren?

Nach einer operativen Erweiterung des Schulterdachraumes ist relativ frühzeitig das Führen eines PKWs möglich, abhängig von den Schmerzen und der Bewegungsfähigkeit. Sollte nach einer Sehnennaht über längere Zeit die Belastbarkeit eingeschränkt sein, so ist auch dadurch das Führen eines PKWs für diesen Zeitraum limitiert.

Wie lange soll ich nach der OP Schmerzmittel einnehmen?

Viele Patientinnen und Patienten sind sich unsicher wie lange sie nach der Operation noch Schmerzmitteln nehmen sollten. Viele nehmen nur kurze Zeit Schmerzmittel, da sie befürchten, sonst über ihre „Grenze zu gehen“ und gegebenenfalls Strukturen im Schultergelenk zu schädigen. Grundsätzlich sind die Möglichkeit der Bewegung und der Bewegungsumfang von der operierenden Person vorgegeben. Da das Schultergelenk insgesamt allerdings sehr schmerzempfindlich ist und häufig nach Operationen eine relativ schnelle Einsteifung des Gelenkes erfolgt, ist eine Einnahme von Schmerzmitteln zur Erhaltung der Beweglichkeit meistens sinnvoll.

Alternativ: Da das Schultergelenk relativ schnell einsteift, ist es wichtig Ihre Schulter in Bewegung zu halten. Damit das schmerzempfindliche Schultergelenk Ihnen dabei nicht weh tut, sollten Sie die Schmerzmittel solange einnehmen, bis die Bewegung schmerzfrei wieder möglich ist. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, dass Sie mit dem Schmerzmittel über Ihre Bewegungsgrenzen hinausgehen könnten.

Wann kann ich nach einer OP wieder arbeiten?

In Abhängigkeit der Belastungen am Arbeitsplatz, auch hinsichtlich von schweren Hebetätigkeiten und Überkopftätigkeiten, ist hier die Vorgabe der operierenden Person wesentlich, insbesondere bei Zustand nach Sehnennähten. In der Regel ist eine Sehnennnaht nach 3 Monaten postoperativ auch belastungsstabil. Limitierend sind dann die noch häufig eingeschränkte Beweglichkeit im Schultergelenk und der noch vorhandene Bewegungsschmerz. Durchschnittlich wird die Arbeitsfähigkeit nach einer operativen Erweiterung des Raumes unter dem Schulterdach nach circa 3 Monaten erreicht; bei Sehnennähten dauert dies etwa 4 Wochen länger.

Welche Therapie ist bei einer nicht-operativ behandelten Schulter sinnvoll?

Zunächst steht die Verbesserung der Beweglichkeit und gleichzeitig die Harmonisierung der Schultermuskulatur mit Behandlung eines eventuell vorhandenen Schulterhochstands im Vordergrund. Eventeull werden begleitend Pendelübungen mit Gewicht empfohlen. Meistens besteht eine Kraftminderung der sogenannten Rotatorenmanschette, so dass diese Muskelgruppe bevorzugt aufgebaut werden muss. Dabei ist in der Regel eine physiotherapeutische Anleitung notwendig. Danach können selbstständige Übungen beispielsweise mit einem Theraband durchgeführt werden.

Gibt es Einschränkungen bei der Belastbarkeit einer nicht-operativ behandelten Schulter?

Eine Limitierung der Belastbarkeit ist bei nicht-operierten Schultererkrankungen grundsätzlich nicht vorhanden. Da sehr oft allerdings erhebliche Schmerzen in der Schulter bestehen, sind gerade Überkopftätigkeiten häufig unangenehm.

Sollte ich bei einer nicht-operativen Behandlung der Schulter Schmerzmittel einnehmen?

Da die Schulter relativ schmerzempfindlich und häufig in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt ist, ist ein wesentliches Ziel die Verbesserung der Beweglichkeit des Schultergelenkes. Diese soll durch eine Verschiebung des Schmerzpunktes erreicht werden. Folgend müssen Sie in der Therapie immer ein kleines Stück über den Schmerzpunkt hinausgehen, was eine zeitweise Einnahme von Schmerzmitteln sinnvoll macht.

Wann kann ich bei einer nicht-operativ behandelten Schulter wieder arbeiten?

Die Arbeitsfähigkeit richtet nach der Höhe des Schmerzes und der Einschränkung der Beweglichkeit sowie nach der jeweils vorliegenden Tätigkeit bzw. den Anforderungen am Arbeitsplatz.